Gelübde

 

 

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"Gott hat jedem die freie Entscheidung gegeben und er will niemanden zwingen, sondern nur die Richtung weisen, einladen und raten."                                                                                                (aus dem 3. Vermächtnis der hl. Angela)

 

 

Die Gelübde als Ausdruck unserer Liebe zu Christus:

 

  Die Jungfräulichkeit:
                            

Die hl. Angela mahnt, "Gott freiwillig das eigene Herz zu schenken, nicht durch ein Versprechen aufgrund menschlicher Beeinflussung", darum seien die Schwestern "froh und immer voll Liebe, Glaube und Hoffnung auf Gott."

                                                     (Regel, Kap. 9)

 

Wenn das jungfräuliche Leben in der Nachfolge Jesu auch den unmittelbaren Wünschen und Strebungen des Menschen entgegensteht, so ist es als Gnadengabe doch eine Quelle der Freude und führt gerade in der Entsagung zu einer Freiheit, die Angeld des Zukünftigen (vgl. Eph 1,14) und ein Zeichen der Hoffnung ist."

                                                                                                                         (aus den "Weisungen"  III,15)

 

  Die Armut:
                            

Angela bittet ihre Schwestern, "die Armut hochzuschätzen, nicht nur im Hinblick auf materielle Dinge, sondern vor allem die Armut im Geiste, durch die der Mensch sein Herz von jeder Anhänglichkeit und Hoffnung auf geschaffene Dinge und auf sich selbst befreit." Sie sagt:"In Gott hat er (der Mensch) alle Güter, und er weiß, dass er ohne Gott ganz arm und ein völliges Nichts ist und daß er mit Gott alles hat .... Gott allein weiß für euch zu sorgen, und er kann und will es."

                                                   (Regel Kap. 10)

Der in der Nachfolge Christi durch unser Gelübde übernommene Rat der Armut verpflichtet uns zu einem anspruchslosen Leben aus Liebe zu ihm, der um unsertwillen arm wurde, obwohl er reich war (vgl. 2 Kor 8,9). Deshalb bejahen wir Abhängigkeit und Beschränkung im Gebrauch der Lebensgüter und in der Verfügung darüber."

                                                                                                                           (aus den "Weisungen" III, 18)

 

 

  Der Gehorsam:
                           

Angela ermahnt jede einzelne, "den heiligen Gehorsam zu wahren, den einzig wirklichen Verzicht auf den Eigenwillen". Sie verweist auf Jesus Christus, der sagt: "Ich bin  nicht gekommen, um meinen Willen zu tun, sondern den Willen meines Vaters." Wichtig für Angela ist das Horchen "auf die Ratschläge und Anregungen, die der Heilige Geist fortwährend ins Herz gibt."

                                                    (Regel, Kap. 8)

 

In der Gemeinschaft der von Christus Gerufenen verpflichten wir uns durch das Gelübde des Gehorsams zur Annahme der für uns geltenden Weisungen, zum Gehorsam der rechtmäßigen Oberin, wenn sie Anordnungen gemäß den geltenden Weisungen trifft, und zu dem Dienst, wie ihn unsere Gemeinschaft vollzieht.

Der Gehorsam der Schwestern verwirklicht sich innerhalb der Gemeinschaft. Dem Wort Christi entsprechend "Einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder" (Mt. 23,8) gilt es, aufeinander zu hören, einander zu dienen und sich dem Ganzen willig einzuordnen. Der Gehorsam erweist sich im Ja zu den Verpflichtungen, die das tägliche Leben in einer Gemeinschaft mit sich bringt."

                                                                                                                            ( aus den "Weisungen" III, 23 u. 24)