Gemeinsam auf dem Weg
4. Wallfahrt des Geistlichen Zentrums St. Angela zum Kloster Marienthal, Rheingau
Am Samstag, den 5. September 2026, machte sich eine Gruppe von 17 Pilgerinnen und Pilgern des Geistlichen Zentrums St. Angela aus Königstein auf den Weg zur 4. Wallfahrt nach Marienthal. Bei spätsommerlichem Wetter stand der Tag ganz im Zeichen von Gemeinschaft, Natur und geistlicher Besinnung. Die spirituelle und geistliche Begleitung der Gruppe übernahm Pater Konstantin Ballestrem LC.
Die Wallfahrt begann mit einem gemeinsamen Gebet in der Wallfahrtskirche St. Hildegard in Eibingen. Am Schrein der heiligen Hildegard kam die Gruppe zusammen, um die Heilige um ihre Fürsprache zu bitten – sowohl für die Anliegen des Geistlichen Zentrums als auch für die ganz persönlichen Anliegen jedes einzelnen. Von dort aus führte die rund vier Kilometer lange Pilgerstrecke zu Fuß, betend und singend, durch die Weinberge und Waldwege zum Kloster Marienthal, dem Ziel des gemeinsamen Weges.
Nach der Ankunft feierte die Pilgergruppe um 12:00 Uhr eine feierliche Pilgermesse in der Wallfahrtskirche mit dem Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes. In seiner Predigt schlug Pater Konstantin eine Brücke zu den historischen Ursprüngen des Wallfahrtsortes:
Er erinnerte an das Jahr 1309, als der erste Wallfahrer nach Marienthal kam: Der Jäger Hecker Henn, der durch einen Unfall sein Augenlicht verloren hatte. Da die Ärzte ihm nicht helfen konnten, ließ er sich voll Vertrauen zu einem unscheinbaren Marienbild führen, das in einem stillen Waldtal an einem Baum befestigt war. Als er sich vom Gebet erhob, wurde er auf wunderbare Weise geheilt und konnte wieder klar sehen.
Pater Konstantin lud die Pilgerinnen und Pilger ein, es dem blinden Jäger gleichzutun: Genauso wie damals immer mehr Menschen in das entlegene Tal strömten, um Maria ihre Sorgen anzuvertrauen, durfte auch die heutige Pilgergruppe all ihre persönlichen Anliegen, Nöte und Sorgen tief in das Herz der Muttergottes legen und sie um ihre mächtige Fürsprache bitten.
Ein anschließendes gemeinsames Picknick unter freiem Himmel bot reichlich Gelegenheit für persönliche Gespräche und ein geistliches Miteinander. Der Rückweg endete in der Abtei St. Hildegard in Eibingen, wo die Teilnehmenden nach einer Zeit des stillen Gebets den Tag bei Kaffee und Kuchen im Klostercafé ausklingen ließen.


